Gemeinde oder (christliche) Gemeinschaft als Familie verstanden – von Peter gibt es einen kritischen Blick auf dieses Assoziationsfeld. Die Sorge muss ich unterstreichen, dass eine (christliche) Gemeinschaft unsere Sehnsucht nach Beheimatung nicht vollends sättigen kann. Viele Konflikte entstehen durch diese unangemessene Erwartung.
Die Benediktsregel begibt sich in ein anderes Assoziationsfeld. Es heisst da:
“Wir wollen eine Schule für den Dienst des Herrn errichten …” (Prolog 45)
Das Kloster im benediktinischen Geist (vielleicht sähe das in einer franziskanischen Gemeinschaft anders aus) versteht sich also als eine Lern-Gemeinschaft “unter der Führung des Evangeliums” (Prolog 21). Vielleicht hilft uns das Metaphernfeld von “Schule”, unsere Erwartungen an christliche Gemeinschaft neu zu überdenken.
2 Antworten bis hierher ↓
inge // Dezember 17, 2007 um 2:39 |
gefaellt mir, die unterscheidung und auch die metapher der schule. gut dass das mal so hingeschrieben wird, auf dass man es in zukunft bewusst durcheinanderbringe…
wessnet // Dezember 18, 2007 um 6:26 |
Da Jünger gleichbedeutend mit Schüler ist, halte ich diesen Blick auf christliche Gemeinschaft für hilfreich, zumal er auch Dritte, also Mitlernwillige, nicht ausgrenzt (siehe meinen Kommentar bei Peter).
Auch wichtig sind allerdings persönliche Beziehungen zwischen Einzelnen in Gemeinschaften, um im Bild zu bleiben also Tutoriate, wie es wohl z.B. bei Paulus und Timotheus der Fall war.