Im Kino verpasst und nun auf DVD gesehen: ONE. The Project – spirituelle Lehrer verschiedener Traditionen werden ausgefragt (Wovor haben wir alle so grosse Angst? Wie erlangt man inneren Frieden? Was ist der Sinn des Lebens? etc.), aber auch Leute auf der Strasse haben nicht weniger etwas dazu sagen. Es war inspirierend, diese verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer zu sehen, motivierend, wenn man sich mit diesem Engagement im spirituellen Weg identifiziert. Bekannte Gesichter (Thich Nhat Hanh, Richard Rohr, Thomas Keating) waren dabei – und wie nett ist das, sie in einem Film mal beisammen zu haben! Aber auch einige (mir) unbekannte Leute beeindruckten mich und machten mich neugierig, sie einmal mehr kennen zu lernen.
Fast am schönsten wohl war überall der Humor und die Leichtigkeit all dieser Menschen. Aber auch wenn etwas engstirnige Christen und Atheisten oder wenn Geistmedien ihre absurden Auskünfte ins Mikro stammelten, trug das mit zum Witz des Films bei.
Was allerdings störte, war der Versucht, eine parabelartige Handlung mit reinzuschneiden (Thema: Mann auf der Suche nach Fragen des Lebens), die so wirkte, als hätte ein Schülerprojekt sich das ausgedacht und umgesetzt: in Schwarzweiss und mit bedeutsam nachdenklich dreinschauenden Gesichtern. Nein, man wollte die Menschen sehen, ihre Reaktionen auf die Fragen. Und meistens waren es es auch eher die Reaktionen, die viel aussagekräftiger waren als die Antworten. Zum Beispiel in der Szene, wo der Yogi Sadhguru Jaggi Vasudev mehrere Male akustisch die Frage “Describe God.” nicht versteht. Als er es dann endlich kapiert sagt er: “Describe God?”, und es entfährt ihm dann ein kindlich staunendes “Oh.”, worauf er anschliessend in schallendes Gelächter ausbricht. Sehr sympathisch!
Hier der Trailer zum Film:
2 Antworten bis hierher ↓
Martin DJ // April 17, 2008 um 2:27 |
das ist ja ein sehr interessanter film … da werd ich wohl mal dran bleiben … hier noch eine weitere info: die übungen beginnen …
http://ingottesgegenwart.blogspot.com/
martin
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