Ring all the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in.
(Leonard Cohen, Anthem)
Ach! Warum hat man damals in der Tanzschule den langsamen Walzer (statt mit dem bekannten Simply-Red-Evergreen) nicht mit Leonard Cohens Anthem geübt? Dann wären mir schon als pubertierender Teenager vielleicht diese obigen Zeilen ins Bewusstsein gesickert, die mit meinen Erfahrungen der kontemplativen Exerzitien resonieren. Ich selber würde – neben anderen Einsichten – formulieren (und das ist mir gerade wenigstens sprachfähig greifbar):
Der Mensch ist nie von Gott getrennt. Nie.
Es würde mir sprachlich im Moment schwer fallen, Gott als Nicht-Ich oder Nicht-Welt etc. zu behandeln. Wenn man es täte, hätte man einen Kreis um ihn gezogen und ihn isoliert. Das ist doch unlogisch, oder? Andererseits scheint die Erfahrung eher anders zu sein: Man meint, man sei fern von Gott weil man z.B. Mangelerfahrungen als Symptome für Gottferne interpretiert. Aber so ist es nicht. Der Mensch ist nie von Gott getrennt. Mensch und Gott passen einfach so gut zueinander wie … ähm Mist, wie der Deckel zum Topf? Oder was soll ich sagen? Also, sie passen einfach so gut zueinander, dass es unmöglich ist, dass da etwas schief gehen kann. Punkt. Schluss erstmal mit dem Gestammel.
3 Antworten bis hierher ↓
kulturblogger // Mai 13, 2008 um 3:12 |
Diese tiefe Stimme würde vermutlich viele Teenager vollkommen verstören. Wahrscheinlich lernt man deswegen nicht Walzer mit diesem Stück. Und dich hat sie ja offenbar auch etwas durcheinander gebracht. :-)
ich sterbe « ein neues kellion // Mai 18, 2008 um 4:25 |
[...] 18, 2008 · No Comments So wie wir unzertrennlich mit Gott verbunden sind – nichts passt besser zusammen als Mensch und Gott – , so sind wir auch mit dem Tod verwoben. Was [...]
Tanzschule Regensburg // März 28, 2009 um 3:52 |
Bedeutet das, dass die Leute wieder gläubiger werden oder ist das nur hier im Blog so?