In unserer menschlichen Existenz ist Leiden nicht zu verhindern. Schon wenn wir essen ist es so, dass für unsere Nahrung pflanzliche und / oder tierische Organismen zerstört werden. Ich erinnere mich, dass ich mich als Kind fragte, warum wir töten müssen, um zu leben. (Thorsten hat wohl als Erwachsener sich für eine Weile dessen enthalten.) Eine buddhistische (?) Rezitation vor dem Essen lautet so:
(…) Dankbar nehmen wir dieses Essen ein.
Ist’s doch die Frucht der Erde, die uns trägt,
Frucht auch der Arbeit von anderen Menschen
und nicht frei vom Leiden anderer Formen des Lebens. (…)(Sonnenhof Holzinshaus [Hg.], Rezitationstexte, S. 66)
In die Bedingungen unserer Existenz ist also schon eingeschrieben, dass wir leiden und andere auch verletzen. Es geschieht jeden Tag. Es ist ganz normal.
8 Antworten bis hierher ↓
wessnet // Juli 3, 2008 um 5:56 |
LEIDer…
wessnet // Juli 3, 2008 um 9:14 |
Das Leid wird (post)modern:
http://transfrontier.blogspot.com/
wessnet // Juli 3, 2008 um 9:17 |
Das Leid wird (post)modern:
transfrontier.blogspot.com/
(Verlinkung nimmt der Kommentar nicht an, daher
http:// davor setzen)
textomat // Juli 3, 2008 um 10:20 |
leben ist leiden.
das ich der grund für das leid anderer bin ist eine für mich oft nur schwer zu ertragende tatsache.
beisasse // Juli 3, 2008 um 5:27 |
danke, thorsten, für den link. ist ja interessant!
textomat: wenn, dann ist man eher so etwas wie “unbeabsichtigter auslöser” als der “grund” (für das leid anderer), denn letzterer sprachgebrauch würde einem zuviel verantwortung zuschlagen. – manchmal hilft es schon, finde ich, wenn man diese grundbedingung einfach “durchschaut”. dann ist es nicht mehr so schwer.
textomat // Juli 4, 2008 um 5:10 |
jetzt wo ich meinen Satz nochmal lese merke ich dass er etwas zu heftig klingt. wie du schon schreibst in vielen fällen bin ich nur der “unbeabsichtigte auslöser”, und daran das die bewussten verletzungen aufhören arbeite ich. das leid zum leben dazugehört akteptiere ich auch wenn mir das mal schwerer und mal leichter fällt.
beisasse // Juli 4, 2008 um 7:32 |
viel glück wünsche ich uns allen dabei, unnötiges leiden zu vermeiden.
wessnet // Juli 4, 2008 um 1:01 |
…und viel Leid möge uns dabei helfen, das Glück zu erkennen und zu schätzen….