ein neues kellion

Beiträge vom September 2008

ohne zutun

September 30, 2008 · 2 Kommentare

Ohne mein Zutun wird es Tag.
Dieser Punkt
steht auf keiner To-Do-Liste.

[Meine ersten Schritte in der kleinen Form. Ich übe noch.]

Kategorien: bücher, musik etc. · nix
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emerging since 1517

September 24, 2008 · 1 Kommentar

Emerging since 1517 the birth of the Messiah

Das ist ja nett. Nicht bloggen zu müssen. Sondern einfach nur wenn man Lust hat. Schön. – Aber wenn ich hier schon mal im Kästchen bin, kann ich auch gleich weiter schreiben.

Ein Kopier-Grosseinsatz gab mir heute die Gelegenheit, die Redebeiträge des Emergent Camps Nord (6. September 2008) zu hören.

Ich weiss, ich lebe und arbeite bloss an einem Ort, der mit einer Mainstream-Kirche verzahnt ist. Und ich versuche meine Sache einfach nur gut zu machen. Überhaupt: Ist es auch okay, das, was es schon gibt, einfach nur gut zu machen? Ich bin zu alt für monatliche Neuaufbrüche. Neben den Menschen mit aufrüttelnden Visionen muss auch noch die geben, die das Alltägliche tun. Oder?

Leicht unwohl wird mir bei dem Konzeptartigen. Oder irgendwie bei dieser Atmosphäre von: „Wir müssen etwas machen! Wir müssen handeln!“ Als sei noch nichts fertig. Aber es hat schon längst begonnen.

Kategorien: kirche
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übers bloggen bloggen und ein paar kurzpolemiken

September 18, 2008 · 2 Kommentare

Irgendwann im Laufe einer Blogger-Laufbahn kann es passieren, dass man übers Bloggen bloggt. Also anfängt über das Bloggen zu „philosophieren“ und so. Ich mach es aber ganz kurz:

Die Textsorte eines Blogeintrags ist der Kommentar (es geht beim Bloggen mehr um Meinung als um Information). Die häufigste Grundhaltung ist polemisch.

Schon vorbei.

Wo das jetzt gesagt ist, lasst uns einen kurzen Blick auf meine Lektüre der letzten Wochen werfen:

Gernot Gricksch, Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe | Dazu sagte ich meinen Freunden immer, das sei wie Rosamunde Pilcher für Männer. Aber da ich gar nicht weiss, was Rosamunde Pilcher ist, bemühe ich hier ein paar weitere Erklärungen: Wie ich das Buch in die Hände bekam, das kam so, dass ich dachte: Ach, wenn es einen Film dazu gibt, lese ich vielleicht erst einmal das Buch. Es ist unterhaltsam und nett geschrieben, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte, dass dieser Plauderton richtig zusammengezimmert werden musste. – Ach so? Wie ich den Film dann fand? Hab ich gar nicht mehr gesehen. Hat den überhaupt jemand gesehen?

Anna Gavalda, Zusammen ist man weniger allein | Ein weiteres Beweisstück meines fragwürdigen Geschmacks ist die Lektüre dieses Buches. Hätte man mir das nicht empfohlen, hätte ich beim Aufschlagen zuerst gedacht: Kann man denn ein Buch nennen, was seitenweise nur aus direkter Rede besteht? Fazit: Amélie-Atmosphäre kann man also auch zwischen zwei Buchdeckeln erzeugen. Interessant, oder?

Stephenie Meyer, Bis(s) zum Morgengrauen | So, das ist jetzt wahrscheinlich mein sozialer Tod und das Ende einer guten Reputation. Ich habe diese Teenager-Novelette an zwei Tagen gelesen, wobei ich mehrere Male laut loslachen musste: wunderhübsche Klischee-Szenen, die man sich im Kopf schon gleich als Film vorstellt. (War auch immer wieder auf der Suche nach schlampigen Lektorat, aber da war wohl ein Team da, das anscheinend die gröbsten stilistischen Wiederholungen retuschiert hat, vielleicht computergestützt?) Aber diese vorbehaltlose Verklärung der Hauptfigur Edward (gut aussehender, sportlicher Vampir auf dem College)! Das fand ich merkwürdig. Sehr sehr merkwürdig. So merkwürdig, wie man die Verklärung der jungfräulichen Gottesmutter durch rotwangige Jungpriester finden würde. – Ach ja, es wird einen Film dazu geben: http://www.twilightthemovie.com

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ah

September 17, 2008 · 1 Kommentar

Noch einmal zum Moment des Überraschtwerdens. Aber fangen wir in der Mitte an: Die kleine Textform des Haiku rein formalistisch zu beschreiben, trifft ihr Wesen nicht. Ich habe das irgendwie „plötzlich“ verstanden. Jetzt erst, nachdem ich schon dann und wann über Haikus gestolpert bin. So doll hab ich das verstanden, dass ich bei einer Online-Haiku-Sammlung Haiku um Haiku gelesen habe, und beim Scrollen immer runterrasselte: Haiku, Kein-Haiku, Haiku, Haiku, Kein-Haiku, Haiku, Ganz-und-gar-kein-Haiku, Haiku, Haiku etc. Wahrscheinlich gehört sich das nicht, aber wenn man gerade etwas verstanden hat, neigt man oft zu Übertreibungen. Und ein Kein-Haiku ist ja auch nichts Verachtenswertes.

Richtig, richtig gut, wird bei ziemlichkraus. de erklärt, was ein Haiku ist. Vielleicht kann man da lesend das Aha-Erlebnis nachvollziehen. Haikus geben meiner Lust, überrascht zu werden, Nahrung. Haikus verursachen in einem einen „Gedankenblitz“ (ziemlichkraus.de). Geht euch das bei folgenden Haikus auch so?

  • #
  • #
  • # (die Kommentare einfach nicht beachten)
  • # (die Kommentare einfach nicht beachten)
  • # links unten

Erstaunlich finde ich auch, dass die Wirkung des „Gedankenblitzes“ nicht nachlässt, auch wenn man das Haiku ein weiteres Mal liest.

Kategorien: bücher, musik etc.
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„eine welt ohne gewalt wird es nie geben“

September 16, 2008 · Kommentar schreiben

Bei der Hamburger Nacht der Kirchen am kommenden Samstag (20. September) gibt es ja doch einiges, wo ich selber gerne hingehen würde. Aber ich werde in Altona, in der Hauptkirche St. Trinitatis (S-Bahn Königstrasse) sein und dort mithelfen. Es dreht sich um die Frage nach verborgener und offensichtlicher Gewalt und wie man mit ihr umgehen kann. Dem Programmzettel kann man entnehmen, was da für Gäste kommen werden, z.B. die Improvisationstheater-Gruppe „hidden shakespeare“. Aber nach diesem Podcast vom Evangelischen Rundfunkdienst Nord, bin ich auch sehr sehr neugierig, was die Streitschlichter-Teenager („Eine Welt ohne Gewalt wird es aber nie geben.“) zu erzählen haben.

Nachtrag: Die Nacht in St. Trinitatis ist eingebunden in den von der UN initiierten Internationalen Gebetstag für den Frieden (International Day of Peace Vigil), an welchem Gruppen sich mit folgenden Zielen engagieren:

„Gefördert werden soll auf der ganzen Welt 24-stündige Beobachtung und Einhaltung von Frieden und Gewaltfreiheit am Internationalen Tag des Friedens, dem 21. September eines jeden Jahres. Jede Gruppe oder Einrichtung soll eine Mahnwache für den Frieden einrichten, eine Gebetsveransstaltung durchführen und eine geistliche Einkehr praktizieren. Religiöse und spirituelle Gruppen und Einzelpersonen, die Männer, Frauen und Kinder, sollen sich in besonderer Weise für den Frieden in der Welt einsetzen.“

Inspirierend, wenn man die Veranstaltung in Trinitatis in einer internationalen Liste sieht:

International Day of Peace Vigil > 2008 commitments by world regions

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do something unexpected

September 15, 2008 · 9 Kommentare

Ich weiss, dass es dumm ist, Glück einzufordern. Von wem auch sollte man es einklagen dürfen. Und sicherlich: Glück zu empfinden basiert auf unseren Meinungen und hängt nicht an äusseren Umständen. Und doch: Gehört nicht zum Glück auch das Moment des Überraschtwerdens? Dass unerwartet etwas gelingt. Also: Überrascht mich bitte!

[Nachtrag: Jemand fragte mich in einer Mail, was ich denn "zutiefst will". Vielleicht das: Ich will zutiefst überrascht werden. Vom Leben (Gott?). Am besten die andere Sorte (Niederlagen, Enttäuschungen, wenn man ausgebremst wird etc. sind echt blöde Überraschungen).]

Kategorien: fragen · g'tt · kontemplativ · monastic · nix · weg
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bi de fischköppe kontemplatives beden lernn

September 12, 2008 · Kommentar schreiben

1 | Br. Johannes und ich dachten, es wäre mal gut, jungen Leuten die Möglichkeit anzubieten, Erfahrungen mit dem kontemplativen Gebet zu machen. Deshalb gibt es ein Wochende vom 26.-28. September 2008 im Kloster Nütschau (bei Bad Oldesloe) unter der Überschrift „Ich bin da – Hinführung zur Kontemplation“. Infos und Anmeldung: hier #

2 | In das kontemplative Gebet wird im im Ansverus-Haus (Aumühle bei Hamburg) schon seit einiger Zeit hingeführt. Zum ersten Mal wird es aber einen zehntägigen Kurs geben (10.-19. Okotber 2008). Sr. Erika Fischer (Ev. Schwesterschaft Ordo Pacis) und P. Michael Franke (Pastor in der Nordelbischen Kirche) kennen die kontemplative Tradition, die Franz Jalics SJ vermittelt. Es sind noch zwei Plätze frei. Infos und Anmeldung: service[at]ansverus-haus.de

3 | Für Leute, die in der Nähe wohnen (im Hamburger Raum oder im Lauenburgischen), wären vielleicht vier Abende in der Adventszeit interessant, wo wir Adelheid eingeladen haben, eine Frau, die langjährige Erfahrungen mit dem Herzengebet hat. Sie ist tief in das „kulturelle“ Umfeld eingetaucht, dem das Herzensgebet entstammt: die ostkirchliche Spiritualität, die sie neben dem Herzensgebet selbst in der Abtei Niederaltaich (hier gibt es ja auch eine eingehende Kenntnis byzantinischer Spiritualität) vertiefen konnte. Die vier Praxisabende (25. November und 2., 9., 16. Dezember) sind überschrieben mit „Gottesgeburt – Einführung in das Herzensgebet“. Hier etwas, was mal ein Flyer werden kann (ist ein PDF): #

Ich sach ma … Was heisst eigentlich „kontemplativ“ auf Plattdeutsch?

Kategorien: kontemplativ · monastic · üben
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es mahlert wieder – rette sich wer kann

September 11, 2008 · 1 Kommentar

Ich wollte heute nicht bloggen. Wirklich nicht. Aber gerade vor einer Woche sagte ein alter Mensch zu mir (seit fünf Jahren nicht gesehen): „So warst du aber früher nicht! So … unbeschwert.“ Worauf ich antwortete: „Ich höre auch keine depressive Musik mehr. Kein Mahler zum Beispiel.“ Und dann macht Hufi so was:

http://blip.fm/profile/hufeisen/blip/259706

Gut, dass meine Mahler-CDs alle in Hamburg im Keller liegen und ich nicht an sie ran kann. Sonst würde ich die nächsten Tagen mit ihnen versumpfen oder so.

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wir verdienen gutes

September 9, 2008 · 11 Kommentare

„Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“

Öhm, nö. Was soll das denn wieder heissen? Soll uns das etwa Angst machen? Es impliziert ja, dass wir nur Schlimmes verdienen? (Oder ist es jetzt entlarvend, dass ich es so gelesen habe?) Egal. Ich wollte nur mal sagen, dass wir Gutes verdienen. Das ist jetzt nicht gerade Ausgangspunkt reformatorischer Theologie, aber ich bin ja auch kein Theologe.

Hat denn kein Gott Erbarmen mit uns Menschen, die wir so gut wir können, versuchen zu leben? Hat denn kein Reinkarnations-Konzept Mitleid mit uns – in irrigen Vorstellungen gefangen und die Bürde des Karma tragend? Wir atmen, wir arbeiten, wir gehen schlafen und stehen morgens wieder auf. Manchmal nehmen wir das Schweigen des Sinns (Gott?) hin und suchen ihn trotzdem. Ist das nicht genug? Doch doch, wir sollten Gutes erfahren dürfen.

Kategorien: fragen · g'tt · weg
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twitter hier, twitter da

September 8, 2008 · 3 Kommentare

Die werte Leserschaft sei hiermit auch darauf hingewiesen, dass der Beisasse (c’est moi) nun auch twittert. Nämlich hier:

http://twitter.com/beisasse

Und auch kollaborationstwittert, nämlich hier:

https://twitter.com/apophthegmata

Hinter „apophthegmata“ verbergen sich zwei Menschen, die in so ‘ner Spiritualitäts-Szene drin stecken. Weisheit atmende Sprüche, die Referentinnen, Meditationslehrer, Exerzitienbegleiter, Yoga-Anleiterinnen, Gurus, Pastorinnen, Priester, Bibliodrama-Leiter usw. absondern, gehen nun nicht mehr verloren, sondern werden dem Gedächtnis des Internetzes anheimgegeben und mit anderen geteilt. (Auch das hab ich doch schön gesagt, oder?)

Ganz ähnlich wie Twittern ist auch Blippen. Das mach ich hier:

http://blip.fm/beghard

(Da muss man sich aber selber anmelden, um was mitzukriegen.)

Man könnte meinen, ich wär ein Teenager.

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