(1) Zuerst dachte ich, es sei Arbeit, aber jetzt merke ich, dass ich selbst etwas davon habe, Gedanken in einem Blogeintrag „zu Papier“ zu bringen. Heute zum dritten Kapitel von „Die Wolke des Nichtwissens“: „licht aus!“
Kommentar? Über „The Streets“ bin ich bei blip.fm gestolpert und hab mir gleich die Platte gekauft. Der Titelsong „Everything Is Borrowed“ ist einfach grossartig. Kann man hier runterladen: # – Die Adventskantaten habe ich nach Weihnachten auch noch gehört. – André Gouzes ist Dominikaner und schreibt so neo-orthodox klingende Chorsachen, die eindeutig auch Gebrauchswert in der Liturgie haben. – Nils Petter Molvaer gehört wohl in die Kategorie „Platten, die man der Feuilleton-Postmoderne der 90er nach besitzen muss“.
Was mir immer noch nachgeht, ist ein Vers aus dem Johannesprolog, der in der Messe am Weihnachtstag gelesen wird. Ich meine diese Aufzählung:
„… die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes … geboren sind.“
Wie gefesselt ist man durch Blutsbande! Und kein Stern stand über unserer Geburt, sondern vielleicht eine Nachttischlampe in einem Hotel und die Willkür des biologischen Lebens. Und selbst nach der Geburt sind wir fremder Willkür ausgesetzt: dem abweisenden Vater, der behütenden Mutter, dem autoritären Lehrer, dem Druck einer Gruppe, der Manipulation des Vorgesetzten usw. usf.
Wir müssten erneut geboren werden und zwar unter dem Stern einer anderen Ordnung! Unter dem Stern einer Macht, die uns als die Person meint, die wir sind. Und wenn wir wüssten, dass wir in Wirklichkeit dieser anderen Ordnung zugehören, dann würden wir mit Stolz die Demütigungen und die Spielregeln der Macht dieser verlogenen Zeit ertragen.
„Allen, die ihn aber aufnahmen,
denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden,
die nicht aus dem Blut,
nicht aus dem Willen des Fleisches,
nicht aus dem Willen des Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.“
(Johannes 1,12-13)
[Wenn das jetzt Filmexerzitien wären, würde ich den Film "Wanted" - Trailer siehe unten - mit diesen Versen ins Spiel bringen wollen.]
nur eine kurze notiz hier, dass auf dem anderen blog ein erster eintrag zur „wolke des nichtwissens“ veröffentlich wurde, titel: „uneigentliche kontemplative“
Dem mündlichen Gebet schenkt man oft nicht mehr viel Aufmerksamkeit, wenn man „kontemplatives Gebet“ entdeckt hat. (Warum da Anführungszeichen gesetzt sind, erklär ich mal wann anders.) Noch kindischer erscheint einem dann auch der Gebrauch von Rosenkranz oder anderen Gebetsschnüren.
Über die Jahreswende habe ich einen Zehner-Rosenkranz von Alan erworben (s.o.). Und gleich wieder festgestellt, dass das Beten mit dem Rosenkranz geradezu eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit ist. Man merkt schnell, wenn man nicht bei der Sache ist. Wahnsinn, dass man es nicht mal eine Zehnerreihe schafft, dabei zu bleiben. Was für ein Anfänger bin ich doch!