Auf Kirchentagen findet man sie ganz leicht: die Obertonchöre, Didgeridoo-Spieler und Multi-Instrumentalisten mit ihrem Ethno-Repertoire – das ist der Kirchentags-Soundtrack der Suchenden, die einem gestaltlosen OM mehr Durchlässigkeit zum Heiligen zutrauen als einem vielstrophigen evangelischen Choral. (Ähnlich auch eine Wortmeldung eines Abiturienten beim Podium mit Star-Theologen am Freitag.) Das Heilige im Fremden, im Nicht-Ich zu verorten, hat allerdings Tradition, etwa wenn von Gott als „totaliter aliter“, als vom „Ganz Anderen“ gesprochen wird. Es fängt beim Nächsten an – in denen man Christus diene -, erweitert sich im Fremden und streckt sich hin bis zum Exotischen. Überall scheint das Heilige „erlaubt“ auffindbar, jedoch nie im Eigenen oder bei einem selbst, im Ich. Was lernen wir daraus?
Was „erscheint“ dir, wenn du meinst, dem Heiligen zu begegnen? Gott? Oder doch erst einfach nur etwas Aussergewöhnliches? Ein – totaliter aliter – Alien? Ein Exotismus?
3 Antworten bis hierher ↓
Tiberius // Mai 30, 2009 um 2:16 |
Bitte, was heißt OM?
beisasse // Mai 30, 2009 um 3:20 |
ich meinte damit die silbe „om“, ein klang, der als heilig gilt. manchmal wird er auch „aum“ geschrieben.
im übrigen wäre das gegenüberstellen von „om“ und sagen wir „befiehl du deine wege“ als seien sie alternativen bedauerlich. warum die wege und symbole des heiligen einschränken?
Tiberius // Mai 30, 2009 um 5:35 |
Ah, ok. Danke!