notiz vom oktober 2009: „keine bestimmung, kein plan, keine wiederkehr, keine strafe, nur ledigkeit, durchlässig.“
notiz von gestern: „niemand ist schuld, weder die eltern, noch die anderen, noch gott, noch das schicksal. wir sind im frieden, denn dass die dinge so sind wie sie sind, war niemandes absicht, weder das, was wir gut nennen, noch das, was wir schlecht nennen. wir schulden niemandem dank, aber auch verdient keiner unseren tadel. dieses auszuhalten ist die grosse versöhnung.“
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Ich frage mich, woher ich das weiss. Habe ich das irgendwo gelesen? Hat es mir jemand gesagt? Oder erweisen sich diese Notizen einfach nur als pragmatische Ansichten, mit der ein gewisser Grad von Ataraxie erreicht wird, eine Nouvelle Ledigkeit? Mich würde interessieren, wo ich das einordnen könnte, in welche Tradition ich mich damit einreihe.
5 Antworten bis hierher ↓
inge // November 5, 2009 um 6:55 |
„Ataraxie“ : was für ein hübsches Fremdwort!
eine Mischung aus Ataxie und Anorexie? was heisstn das?
beisasse // November 5, 2009 um 8:31 |
irgendwann hab ich mal aufgehört, fremdwörter oder fachbegriffe zu wikipedia zu verlinken. so ist auch letztens das zimzum un-verlinkt geblieben. was in meinem kopf zu „ataraxie“ aufblinkt ist: seelenruhe, gelassenheit, gleichmass, ohne-durst.
inge // November 7, 2009 um 4:46 |
stimmt, man kann das bei wikipedia ganz gut nachlesen, danke trotzdem.
wessnet // November 9, 2009 um 12:40 |
Soll sich das auch auf eine evtl. eigene Schuld beziehen? Oder nur auf die Haltung dem gegenüber, was an mich herangetragen wird?
beisasse // November 9, 2009 um 2:35 |
also es zielt darauf: aufhören, andere verantwortlich für etwas zu machen. meistens können die nix dafür, dass sie mir nicht gerecht geworden sind. denn meistens werde ich den anderen menschen auch nie gerecht. und meistens kann ich auch nichts dafür. – eigentlich wird kein mensch einem anderen gerecht. dass das aber egal ist, das ist gnade.