Das versteht wohl mal wieder keiner.
Wer lieber einen kellion-typischen Eintrag lesen will, gehe hierhin: Das subversive Element der Mystik nicht verlieren.
Das versteht wohl mal wieder keiner.
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Diesen Engel mit der abgeschnittenen Schädeldecke (plus Osterkerze oben druff) finden wahrscheinlich nur andere Heroes-Fans lustig. Ich fand ihn in der rund angelegten Kirche im Norden Hamburgs, wo sehr sehr nette Freunde von mir am Samstag heirateten.
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Verschiedenheit ist schön.
Was etwas ganz anderes ist als Einheitsbrei - was z.B. die Stammtisch-Ökumene-Gegner immer unter “Ökumene” verstehen wollen. Und was Menschen, die Europa als Monokultur - und das auch in religiöser Hinsicht - verstehe, nicht nachvollziehen können. Wenn man sich doch mal wieder an die Wiener Multikulti-Szene des 18. Jahrhunderts erinnern würde!
Mozart, Die Entführungs aus dem Serail, Finale
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Das vielzitierte Diktum Rahners, sollte unbedingt dahingehend ergänzt werden, dass man sagen müsste, der Christ der Zukunft werde ein Mystiker und dazu auch noch ein Zuhörer, eine Zuhörerin sein - oder es wird keine Zukunft des Christen geben.
Die Augen für die Notwendigkeit der Haltung des Zuhörens öffnete mir das Buch “Miteinander im Glauben wachsen. Anleitung zum geistlichen Begleitgespräch” (ich lese die erste Auflage, damals noch untertitelt mit “Anleitung zum Glaubensgespräch”) von Franz Jalics. Hier werden nicht nur Grundlagen für die Haltung des Verstehens erörtert (Zweites Kapiel), sondern auch Übungen angeregt, mit denen wir unsere nicht-förderlichen Antwortmuster durchschauen und stattdessen unsere Aufmerksamkeit mehr auf das Einfühlen richten lernen (Drittes Kapitel).
Manchmal wird wohl eine Bekehrung, ein Richtungswechsel, unsererseits benötigt sein, wenn wir uns die Haltung des Verstehens und absichtslosen Zuhörens aneignen, weil wir lange Zeit nur Haltungen trainiert haben, die uns selbst und unser eigenes Weltbild und unsere eigene Meinung und die unserer Gruppe verteidigen sollten.
Beim Lesen hatte ich übrigens auch den Gedanken, dass sich gewiss eine Konfessionskunde schreiben liesse, die unter dem Aspekt der Kommunikation Konfessionstypen identifiziert. Wie kommuniziert die evangelikale Bewegung, wie die Kirche des Aggiornamento, wie kommuniziert der liberale Protestantismus etc. Und bei der nie endenden Suche nach dem, was eigentlich die Emerging Church bzw. die Emerging Conversation ausmacht, ist doch ein ganz wichtiger Punkt die Art der Kommunikation. Mir scheint die Haltung des absichtslosen Zuhörens eines der wichtigsten Merkmale der Emerging Conversation zu sein. Jemand sollte dazu mal was forschen und schreiben.
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Tagged: Emerging Church, Kommunikation, Franz Jalics, geistliche Begleitung, zuhören, Konfession
Ring all the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in.
(Leonard Cohen, Anthem)
Ach! Warum hat man damals in der Tanzschule den langsamen Walzer (statt mit dem bekannten Simply-Red-Evergreen) nicht mit Leonard Cohens Anthem geübt? Dann wären mir schon als pubertierender Teenager vielleicht diese obigen Zeilen ins Bewusstsein gesickert, die mit meinen Erfahrungen der kontemplativen Exerzitien resonieren. Ich selber würde - neben anderen Einsichten - formulieren (und das ist mir gerade wenigstens sprachfähig greifbar):
Der Mensch ist nie von Gott getrennt. Nie.
Es würde mir sprachlich im Moment schwer fallen, Gott als Nicht-Ich oder Nicht-Welt etc. zu behandeln. Wenn man es täte, hätte man einen Kreis um ihn gezogen und ihn isoliert. Das ist doch unlogisch, oder? Andererseits scheint die Erfahrung eher anders zu sein: Man meint, man sei fern von Gott weil man z.B. Mangelerfahrungen als Symptome für Gottferne interpretiert. Aber so ist es nicht. Der Mensch ist nie von Gott getrennt. Mensch und Gott passen einfach so gut zueinander wie … ähm Mist, wie der Deckel zum Topf? Oder was soll ich sagen? Also, sie passen einfach so gut zueinander, dass es unmöglich ist, dass da etwas schief gehen kann. Punkt. Schluss erstmal mit dem Gestammel.
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(1)
Wir wissen das ja: Sich mit anderen vergleichen, führt in den meisten Fällen dazu, dass man unglücklich wird. Deshalb sollte es ausreichen, seine eigene URL einzugeben, um herauszufinden, was für ein Bildungsstand für seinen Blog benötigt wird. (Dank an Christian bei kulturblog.net)
“Sich nicht mit anderen vergleichen” hört sich, finde ich, fast an wie eine Zeile aus dem Ermahnungs-Katalog aus dem vierten Kapitel der Benediktsregel. Es sollte unbedingt ergänzt werden in dieser Aufzählung der “Werkzeuge der geistlichen Kunst”. Wer bin ich - einfach für mich selbst?
(2)
Ansonsten sei hier noch darauf hingewiesen, dass ich eine Kostprobe aus einer Psalmenübertragung von Leopold Marx (in der Nachfolge Martin Bubers) an folgender Stelle gebe: kellion.podspot.de > leopold marx, die lobgesänge
(3)
Ausserdem: Meine Einführung in die Lectio divina findet man auch an diesem Ort: emergent-deutschland.de > hören #16 Ergänzen möchte ich dazu noch, dass jemand mich darauf hinwies, dass das im podcast genannte Buch von Edgar Friedmann “Die Bibel beten” vergriffen ist. Leider kenne ich kein anderes Buch zu diesem Thema und finde bei amazon.de auch nichts Gescheites dazu. Vielleicht blättert man aber mal hier in dem Buch “Lectio divina. Das Herz Gottes im Wort Gottes entdecken” von Garcia M. Colombas OSB.
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Im Kino verpasst und nun auf DVD gesehen: ONE. The Project - spirituelle Lehrer verschiedener Traditionen werden ausgefragt (Wovor haben wir alle so grosse Angst? Wie erlangt man inneren Frieden? Was ist der Sinn des Lebens? etc.), aber auch Leute auf der Strasse haben nicht weniger etwas dazu sagen. Es war inspirierend, diese verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer zu sehen, motivierend, wenn man sich mit diesem Engagement im spirituellen Weg identifiziert. Bekannte Gesichter (Thich Nhat Hanh, Richard Rohr, Thomas Keating) waren dabei - und wie nett ist das, sie in einem Film mal beisammen zu haben! Aber auch einige (mir) unbekannte Leute beeindruckten mich und machten mich neugierig, sie einmal mehr kennen zu lernen.
Fast am schönsten wohl war überall der Humor und die Leichtigkeit all dieser Menschen. Aber auch wenn etwas engstirnige Christen und Atheisten oder wenn Geistmedien ihre absurden Auskünfte ins Mikro stammelten, trug das mit zum Witz des Films bei.
Was allerdings störte, war der Versucht, eine parabelartige Handlung mit reinzuschneiden (Thema: Mann auf der Suche nach Fragen des Lebens), die so wirkte, als hätte ein Schülerprojekt sich das ausgedacht und umgesetzt: in Schwarzweiss und mit bedeutsam nachdenklich dreinschauenden Gesichtern. Nein, man wollte die Menschen sehen, ihre Reaktionen auf die Fragen. Und meistens waren es es auch eher die Reaktionen, die viel aussagekräftiger waren als die Antworten. Zum Beispiel in der Szene, wo der Yogi Sadhguru Jaggi Vasudev mehrere Male akustisch die Frage “Describe God.” nicht versteht. Als er es dann endlich kapiert sagt er: “Describe God?”, und es entfährt ihm dann ein kindlich staunendes “Oh.”, worauf er anschliessend in schallendes Gelächter ausbricht. Sehr sympathisch!
Hier der Trailer zum Film:
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Tagged: Lehrer, One, Richard Rohr, Spiritualität, Thich Nhat Hanh, Thomas Keating
Nach dem grell-orangenen Kirchentag letztes Jahr in Köln geht es jetzt gedeckt-grau-blau - nein, seien wir ehrlich: es ist baby-blau - nach Osnabrück zum Katholikentag. Ich hatte eigentlich gar nicht vor, hin zu fahren, aber ein Freund sagte: “Da sind die normalen Katholiken! Wir müssen das unterstützen!” (Oder so ähnlich.) Stimmt. Offensichtlich zählt er mich zu den normalen Katholiken. Nett. Er selbst zählt sich wohl auch dazu. Wenn da nicht seine MySpace-Seite (Gregor Samba) wäre … Wer denkt sich solche Songs aus?! Bitte geht da mal hin und hört euch die mal an und freut euch eurer eigenen bescheidenen Normalität!
Und wird man sich auf dem Katholikentag treffen? Fährt da sonst noch jemand aus der werten Leserschaft hin?
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Tagged: Katholikentag, MySpace, normal
In dieser Woche singen wir mit dem Kurs im Haus sehr gerne das Lied “Return again” von Rabbi Shlomo Carlebach. Das folgende Video gibt zwar nicht ganz wieder, wie wir das singen, aber die Version ist doch anderen vorzuziehen, die man sonst im Netz findet.
Return again
Return again
Return to the land of your soulReturn to what you are
Return to who you are
Return to where you are
Born and reborn again
[Nachtrag: Rabbi Shlomo Carlebachs Tochter hat es auch einmal aufgenommen, und das ist auch nicht schlecht: Neshama Carlebach, Return again bei last.fm]
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Tagged: Song