John Dowland – Fine Knacks For Ladies
… though all my wares be trash / my heart is true …
John Dowland – Fine Knacks For Ladies
… though all my wares be trash / my heart is true …
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Mit Tag(s) versehen: John Dowland, King's Singers
Quelle: http://johndowland.de/vita_d.html
Höre gerade sehr viel die Platte „Dowland: In Darkness Let Me Dwell“. Durch die „unhistorische“ Besetzung mit Sopransaxophon (auch mal Bassklarinette) und Kontrabass neben der Laute wirkt es einfach viel kräftiger als andere „historisch informierte“ Interpretation. Das so bekannte „Come again“ kann wieder sehr viel Spass machen.
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Wegen des letzten Eintrags witzelten Andi und ich an anderer Stelle über den eventuell ketzerischen Gehalt der Aussage „Da ist ja gar nichts!“ – Auch am letzten Samstag liess ich mich bei einer Café-Gesprächsrunde (zum Thema „lebendiger Umgang mit der heiligen Schrift“) zu einer ähnlichen Aussage hinreissen. Nämlich der, ich würde das Buch, „Bibel“ genannt, so für sich so wie es im Regal stehe ja eigentlich gar nicht für heilig halten. Ich spüre von dem Buch aus keinen besonderen Anspruch an mich. Es ist genau anders herum: Erst wenn ich es lese und die Worte dieses Buches laut werden lasse, und erwarte, dass es eventuell bedeutsam für meine Lebens- und Weltinterpretation sein könnte, dann erst können die gelesenen Worte „heilig“ werden. Jemand rief dazwischen: „Ja, aber dann könnte ja jeder Text heilig werden!“, woraufhin ich ihm mit einem knappen „Genau!“ bestätigte, dass dies durchaus kein Problem für mich darstellt.
Die Bedeutsamkeit und der „heilige Anspruch“ des Textes liegt genauer gesagt eigentlich weder in dem Gegenstand („Buch“) noch in meinem Lesen, sondern in dem, was sich zwischen dem Text und mir ereignet, in dem DAZWISCHEN. Hier wird übrigens das Stichwort der Beziehung, das ja in der Publikation „beziehungsweise LEBEN“ ein starkes Augenmerk erhält, tatsächlich fruchtbar. Es ist die Beziehung zwischen dem eventuell heiligen Text und mir, was Lebendigkeit erzeugt und nicht mein sklavischer Gehorsam gegenüber einem erstarrten religiösen Kodex aber auch nicht die Unterwerfung des Textes mittels meiner exegetischen Werkzeuge.
Später am Tag, beim Vortrag von Propst Horst Gorski, erwies sich meine Ansicht als offensichtlich mögliche evangelische Meinung. Dort ging er ähnlichen Gedankengängen am Beispiel der Rede von „heiligen Orten“ nach. „Da ist ja gar nichts!“ muss also nicht ausschliesslich als Ausruf buddhistischer Wahrnehmung von der Leerheit der Phänomene verstanden werden. Ebenso kann es ein evangelischer Zugriff auf die Dinge sein, die bloss funktional begriffen werden. (Pardon, dies ist ein Blog, ich bin kein Theologe, man verzeihe mir alle denkerischen Unzulänglichkeiten! Übrigens: Der Vortrag von Horst Gorski war sehr anregend! Ich empfehle ihn wirklich zum anhören! Titel: „Der Norden betet – Einsichten und Aussichten zur geistlichen Landschaft einer evangelisch-lutherischen Kirche im Norden“)
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Inzwischen ist eine Audio-Datei meines Kurzimpulses „Spiritualität der Exilanten versus monastische Spiritualität“ bei emergent-deutschland.de abrufbar. Dort geht es ausgehend von einem Text von Madeleine Delbrêl (1904-1964) um die Unmöglichkeit, monastische Spiritualität einem urbanen Kontext einzupflanzen. Das erläutere ich anhand von vier Gegensatzpaaren, nämlich
Ich habe auch schon ein paar Reaktionen erhalten. So fragte Walter in einem Kommentar unten, ob die Selbstbezeichnung „Exilant“ nicht auch positiven Klang bekommen könnte. Von einer anderen Freundin (die übrigens ganz schnodderig von „uns Rausgeflogenen“ sprach, einerseits auf die Selbstbezeichnung „Exilant“ bezugnehmend, andererseits auf das Risiko mit dem Fahrrad aus der Kurve rauszufliegen) unterstrich den Sicherheitsfaktor eines geregelten (monastischen) Lebens, mit dem eine Entmündigung einhergehe. Inzwischen aus dem monastischen System ausgestiegen, erlebe sie aber im „normalen“ Leben einen anderen Zwang, nämlich den Zwang zur Dauer-Kommunikation. In diesem Spiel gehe es darum, sich immer mal wieder „zu melden“. Geschieht das nicht, verliert man den Anschluss und wird erneut zum Rausgeschmissenen. Einmal rausgeflogen, immer wieder rausfliegen? Niemals Zugehörigkeit?
Übrigens liesse sich hier ein weiteres Gegensatzpaar fassen:
Ja, tatsächlich! In diesem Leben – „extra claustrum“, ausserhalb der Klostermauern – müssen wir kommunizieren! Und das geht manchmal bis ins Extreme, okay. Und dabei fällt auch mal Banales und Unnötiges bei ab, na gut. Aber immerhin tun wir unser Bestes und es gibt damit eine Chance der Verständigung.
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Das Gedicht von Johannes vom Kreuz lernte ich letztes Jahr im Gründonnerstagsgottesdienst kennen. Beeindruckt davon hatte ich natürlich auch Lust, Musik dazu zu schreiben. Ich versuchte mich an einer eigenen gereimten Fassung und so entstand so etwas wie der kleine Bruder von dem Taizélied „De noche“ (auch nach einem Wort von Johannes vom Kreuz?). Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie „alltagstauglich“ das Lied mit seinen 11 kurzen Strophen ist. Das ist wohl auch der Grund, weswegen ich bis jetzt, wo sich Gründonnerstag wieder jährt, nicht mit Noten und einem „Hörbeispiel“ rausgerückt bin. Tja, vielleicht gibt es ja den einen oder anderen sprachgewandten Menschen, der an dem Text noch ein paar Verbesserungen anbringen kann. Oder ein paar Musikbegabte, die eine schöne – vielleicht mit Orgel oder Gitarre begleitete – Aufnahme machen könnten?
Hier auch noch einmal zwei Links mit anderen deutschen Fassungen des Gedichts:
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Ich habe mich weiter mit Buxtehudes „Membra Jesu nostri“ beschäftigt und auf fünf knappen Seiten etwas aufgeschrieben über die Reihenfolge der Gliedmaßen des Gekreuzigten, so wie sie im Kantatenzyklus stehen. Verglichen werden diese mit anderen Listen von Körperpartien und zwar aus dem Hohenlied. Ich fand das für mich selbst ganz interessant, besonders die Erfahrung, sich das wirklich einmal bildlich aufzumalen und vorzustellen. Als ich mit einer Freundin am Telephon darüber sprach, sagte sie so etwas wie „Hey, dieser Gott hat einen Körper!“ Ja, genau. Mich würde interessieren, was die Körperlichkeit dieses Gottes mit dem gegenwärtigen Wahn eines gesunden und durchtrainierten und selbst geformten Körpers macht. Ja, Buxtehudes musikalische Betrachtungen der Gliedmassen des Gekreuzigten ist eine Gelegenheit, sich der Körperlichkeit Gottes zu nähern und der eigenen.
Yotin Tiewtrakul: Zur Reihenfolge der Gliedmassen in Buxtehudes „Membra Jesu nostri“ [pdf-Datei]
(Witzig, das alles auf aufzuschreiben und sich wie ein Student zu fühlen, der ein Referat vorbereiten soll.) Mein vorangegangener Eintrag zu Buxtehudes „Membra Jesu nostri“ hiess „lieder an die gliedmassen jesu“.
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Im evangelischen Kalender ist man seit einer Woche in die Vorfasten vorgerückt. Man beginnt, an die Fastenzeit zu denken (Soll ich dieses Jahr mal den Fastenkalender „Sich entscheiden“ besorgen?), aber auch an das Triduum (Gibt es diesmal einen Psalm, der uns durch die drei Tage begleiten kann?). Und so stelle ich für Leute, die noch weiter denken, eine Aufnahme des Exsultet zur Verfügung:
Wichtige Anmerkung: Die Fassung des Exsultet von Norbert Lohfink (Übersetzung) und Erwin Bücken (Vertonung) wurde an einigen wenigen Stellen für eine evangelische Feier angepasst. Das betrifft den Wechselgruss („Der Herr sei mit euch etc.“) und auch die Idee (nach einer englischen Fassung der Evangelical Lutheran Church in America), die Gemeinde in den Ruf „Dies ist die Nacht“ mit einzubeziehen.
Wer die Vorlage haben möchte, aus der ich gesungen habe, kann mir eine E-Mail schreiben. Ich kann eine pdf-Datei schicken.
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Was wäre, wenn Jaques Berthier, der „Hauskomponist“ von Taizé mal etwas für die Jesuiten komponiert hätte? Folgende Zeilen stammen aus dem Exerzitienbuch von Ignatius, die Musik hat offensichtlichen Taizé-Klang (hier hören). Aber es funktioniert doch gut, oder?
Te magis novisse,
magis Te amare,
magis Te sequi,
Te Christe, Te Christe rogamus.(Dich mehr erkennen,
dich mehr lieben,
dir mehr folgen,
dich, Christus, bitten wir.)T: nach D. Böhler SJ, J.M. Steinke SJ (nach GÜ 104)
M: Yotin Tiewtrakul
Die Aufnahme habe ich in einem Morgengebet in der Krypta gemacht.
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(1) Zuerst dachte ich, es sei Arbeit, aber jetzt merke ich, dass ich selbst etwas davon habe, Gedanken in einem Blogeintrag „zu Papier“ zu bringen. Heute zum dritten Kapitel von „Die Wolke des Nichtwissens“: „licht aus!“
(2) Vor langer Zeit fragte mich Alex nach Offenlegung meiner Playlist. Da ich zu der Zeit eher mit blip.fm Musik gehört habe, reagiere ich erst jetzt. Voilà:

Kommentar? Über „The Streets“ bin ich bei blip.fm gestolpert und hab mir gleich die Platte gekauft. Der Titelsong „Everything Is Borrowed“ ist einfach grossartig. Kann man hier runterladen: # – Die Adventskantaten habe ich nach Weihnachten auch noch gehört. – André Gouzes ist Dominikaner und schreibt so neo-orthodox klingende Chorsachen, die eindeutig auch Gebrauchswert in der Liturgie haben. – Nils Petter Molvaer gehört wohl in die Kategorie „Platten, die man der Feuilleton-Postmoderne der 90er nach besitzen muss“.
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