als es noch keine klosterkolonien gab …

„[In der Folge] widmete er [Antonius] sich ausschliesslich der Askese, und zwar vor seinem Haus … Noch gab es ja in Ägypten keine Klosterkolonien [syneche monasteria], und von der grossen Wüste war einem Mönch noch nichts bekannt; vielmehr gab sich jeder, der auf sich achtzuhaben [heauton prosechein] gedachte, unweit seines Wohnortes der Askese hin, für sich allein [katamonas] …“ Antoniusvita Kapitel 3, zit. nach: A.M. Ritter, Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen Bd. I Alte Kirche, Neukirchen-Vluyn 1994 (6. Auflage), S. 127.

so fing das christliche mönchtum (ab dem 3. jh.) an: leute, die einfach beschlossen, ein leben der achtsamkeit zu führen, für sich allein. und anscheinend taten sie das einfach dort, wo sie gerade lebten. man war noch nicht drauf gekommen, in einsame gegenden zu fliehen. wer sich also in ein kontemplatives leben einüben möchte, braucht nicht von einem geeigneten einsamen ort träumen. er kann eigentlich sofort beginnen. im wohnzimmer. jetzt gleich.

geschrieben von: Veröffentlicht unter monastic

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