alleine gehen

trotz seiner sympathie für das wohnzimmer-mönchtum macht sich der beisasse auf reisen. das blog macht hier also eine pause.

in meinem letzten eintrag beklagte ich das fehlen von lehrern auf dem weg. es mag auch sein, dass es einfacher ist, (geistliche) disziplin aufrecht zu erhalten, wenn man in einer gemeinschaft eingebunden ist. aber wenn beides eben nicht vorhanden ist, weder lehrer noch gemeinschaft, kann man nichts anderes tun, als selber zu gehen, so gut es geht. ich horchte auf, als ich gestern im fünften kapitel des dhammapada an diese stelle kam:

„Wenn du auf deiner Wanderung
Keinen findest, der dir gleich
oder überlegen ist,
So gehe du alleine weiter,
Denn nur Unheil bringt eines Toren Begleitung.“

andererseits ist man nie ohne lehrer. denn die leute um einen herum, denen wir begegnen, sind es, die uns immer wieder klar machen: das bild, das wir von uns hatten, ist nur wunschdenken gewesen. wir sind gar nicht so frei von aggressionen, wie wir es in unseren abschweifungen während des gebetes erträumt haben. – und doch müssen wir selber aus diesen erfahrungen nutzen ziehen. wir sind es selbst, die solche gelegenheiten, als lehrreich, als korrektur, als ermutigung etc. erkennen müssen, um unseren weg zu finden.

so weit für heute.

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