wir hauen euch da raus, jungs!

Genau! Nicht Mönche haben den Psalter geschrieben. Das waren wir. (So könnte man sagen.) Befreien wir also den Psalter aus dem Zoo des geordneten Stundengebets. Beten wir die Psalmen doch in freier Wildbahn. Lasst sie wieder Verzweiflung und Zorn atmen, nicht gezähmt und gedeckelt von eintöniger Psalmodie. Dann wird auch wieder der wilde Jubel unserer Schreie mit dem Lärm gellender Zimbeln sich vermischen als ein uns fortreissender Rausch des Gotteslobs.

Dies nur mal so als (bekehrte) Entgegnung zu den Kommentaren zum Eintrag „Zen ist mal viel cooler als Stundengebet“

Und wenn mich jemand fragt: Wo ist deine Wut? Dann werde ich den Psalter aufheben und sagen: Hier.

13 Kommentare

  1. Andrea

    Liebster Mitstreiter an der Psalmenfront,

    ich bin begeistert von Deiner Bekehrung.
    Auf lass uns in den Kampf ziehen, Psalmworte erschallen, Herzen bewegen – hin zu dem Einen, gepriesen sei sein Name!

  2. beisasse

    vorgestern hielt ich einen workshop in einer kirchengemeinde zum thema psalmen bzw. psalmodie. einerseits habe ich, glaube ich, neugier geweckt – andererseits habe ich auch erfahren, wie „speziell“ das thema dann doch ist. – aber ich werde vielleicht noch genauer mal berichten.

  3. inge

    wenn mir noch eine laienhafte frage gestattet sei:
    warum werden heute eigentlich keine psalmen mehr geschrieben? wenn ich recht gesehen habe, sind die fortlaufenden nummern ab 151 noch nicht vergeben.

  4. inge

    es ist mir nicht so sehr um eine bestimmte nummer gegangen. google meint auch, dass bert brecht, paul celan, thomas bernhard… texte verfasst haben, welche sie psalmen nennen.
    in zeiten, in denen es neben einer enzyklopädia britannica auch wikipedia gibt, könnte es neben dem psalter doch auch ein psalmopedia, eine psalmendatenbank geben? oder gibts das schon?

  5. markus

    na dann lass mal hören, wie das so geht!

    wir beten hier die psalmen durch den monat. regelmäßig, quasi als stundengebet, wenn auch nach einer anderen ordnung. ein (rein praktischer) grund: nur wenn etwas einen zeitpunkt und einen ort hat, lebt es. das spontane ist cool, wird aber schwer sein, am leben zu halten.

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