geschehen lassen oder/und nicht aufgeben

Immer wieder bringt man mit der kontemplativen Praxis die Haltung des „Sein-lassens“ oder des „Geschehen-Lassens“ in Verbindung. Es gibt das Bid von völliger Passivität in Zusammenhang mit dem kontemplativen Sitzen-Üben. Ja, Religion im Allgemeinen wird oft verstanden als Flucht vor den Herausforderung und Zumutungen des Lebens und der Welt: Schicksalsergebenheit und als Frömmigkeit getarnte Resignation.

Auf der anderen Seite steht aber die Mahnung des Nicht-Aufgebens. Ich denke dabei an das Apostelwort aus dem Hebräerbrief: „Werft euer Vertrauen nicht weg!“ Aber auch im Prolog der Benediktsregel (besonders am Schluss), mahnt der „Meister“, sich nicht so schnell irritieren zu lassen auf dem Weg des Glaubens, sondern beharrlich zu sein.

Wie kommen beide Haltungen – „geschehen lassen“ und „nicht aufgeben“ – zusammen? Oder: Wie können wir gut entscheiden, wann das eine gefordert ist und wann das andere? Es gibt manchmal Dinge, die wir fallen lassen und von denen wir uns für immer verabschieden müssen. Bei anderen Dingen gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen. Was ist jetzt dran?

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