bi-, multireligiosität

Multreligiosität scheint ein neues Phänomen zu sein, das allein durch die sogenannte globalisierte Lebenswelt vorgezeichnet ist. Oder zumindest sind z.B. durch Migration Situationen geschaffen worden, die zu der Erfahrung führen können, in und mit zwei oder mehr religiösen Traditionen zu leben. So sprachen auf dem Katholikentags-Podium „Zen und Yoga christliche leben?“ gleich mehrere Personen, die in dieser Situation stehen (ein japanischer Neutestamentler, ein deutscher Neutestamentler, ein indischer Jesuit). Es ist keine Theorie, sondern eine Lebenswirklichkeit für diese Menschen. Und hier ist nicht einmal eine Vermischung oder eine „Kombination“ verschiedener Elemente angepeilt („Patchwork-Spiritualität“). In der Postmoderne sind wir bereit, Diversitäten parallel nebeneinander stehen zu lassen.

Übrigens scheint die Sprachmetapher sehr hilfreich für diese Reflexionen zu sein. So hat man seine Herkunftsreligion wie eine Muttersprache sicherlich anders gelernt und „beherrscht“ sie auch anders als eine weitere religiöse Tradition, die man sich mit viel Mühe und in mehreren kognitiven Schritten aneignet, so wie man auch eine weitere Sprache lernen kann.

[Für eine eigene Fasson, selig zu werden (2). Eine Notiz nach dem Podium „Zen und Yoga christlich leben?“ auf dem Katholikentag in Osnabrück]

3 Kommentare

  1. zentao

    Die Wege mögen verschieden sein, doch das Ziel, mehr inneren Frieden ist wohl überall gleich. Ich finde es gut, wenn die Religionen endlich, nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander. Wenn sie sich austauschen und von einander lernen.

  2. Pingback: die kirchen zur interkulturellen woche « ein neues kellion

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