transformation statt mission

P. Richard Rohr hörte ich letztens bei einem Studientag in Hamburg (übrigens über das Thema „Emerging Church“) sagen:

„Transformed people transform people just by who they are.“ [Richard Rohr]

So lautet jedenfalls die Notiz in meinem Block. In meinen Worten: Menschen in einem (kontemplativen) Transformationsprozess halten immer die Klappe – sei es auf dem Meditationskissen als auch ihren Mitmenschen gegenüber. Ist das so gemeint?

5 Kommentare

  1. Andreas

    Immer die Klappe halten? Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, es stimmt, was Richard Rohr sagt: daß letztlich das transformiert, was ich bin. Aber würde sich das nicht auch in meinem Sprechen äußern, dann würde da für mich etwas nicht stimmen. Begegne ich jemandem, der wirklich Not hat (ich denke da an eine konkrete Situation vor einiger Zeit), dann kann ich auch von der Hoffnung sprechen, die mich erfüllt.

    Aber das ist das Entscheidende (und ich glaube, das meine Richard Rohr auch): das macht nur Sinn, wenn ich das wirklich bin, was ich durch meine Worte vermittle. Wenn ich keine schlauen (vielleicht auch theologischen) Sprüche verbreite, die ich mit meinem Leben nicht abdecke. Das würde meinem Gegenüber nicht helfen, und mir selbst schaden, indem es meinen eigenen „kontemplativen Transformationsprozeß“ hindert.

    Kontemplation, so haben es die Alten immer wieder gelehrt, öffnet auch den Blick für die Verantwortung. Und meinen Glauben, meine Hoffnung und meine Liebe weiterzugeben, das gehört für mich einfach dazu.

    Andreas

  2. beisasse

    noah: boah, das hat gesessen – „nicht wahr“! ich wollte wahrscheinlich nur mal wieder übertreiben. aber andreas – schön, dass du hier vorbeischaust! – hat es ja ins rechte licht gerückt. – allerdings gibt es doch auch dieses oft franziskus zugeschriebene diktum in diesem sinne: „predigt das evangelium – wenn nötig, gebraucht worte.“

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