transeamus

Und in deinem Leben ist Fülle, anders als du gedacht und gewünscht hast. Und die Sorte Fülle ist nicht selten Zumutung und unerträglich. Und es kommt zu dir, Gnade kommt ungefragt zu dir, reisst deine Haut auf, um sich mit deinem Blut zu verbinden. Und wenn du dich festhalten willst, wird es umso ärger. Keine Anstrengung, sich selbst zu verleugnen: Deine Biographie macht es schon von alleine. Ganz leicht wird es, wenn du plötzlich die Einsicht hast: Du agierst bloss Rollen aus, die du dir selber gewählt hast. Morgen schon bist du jemand anderes. „Sie gehen von einer Kraft zur anderen, dann schauen sie den wahren Gott in Zion.“ Und dieser Gott ist niemand anderes als

47 Kommentare

  1. beisasse

    ach weisst du, vielleicht wäre da ja auch etwas anderes hingekommen. z.b. „elvis presley“ oder so. und im übrigen fände ich das auch nicht so wichtig. man ist ja mit dem vorfindlichen konkreter beschäftigt …

  2. marion

    (aber dein fokus richtet sich zur zeit – nach dem mir möglichen empfinden deines gestimmtseins – auf etwas das kleiner ist als du selbst)

  3. beisasse

    eigentlich erstaunlich, dass in esoterischen überzeugungen „das selbst“ so eine aufmerksamkeit bekommt. wo doch auch die sehnsucht eigentlich nach DEM ANDEREN, dem DU auch nicht ganz so klein ist.

    was möchte man? begegnung oder verschmelzung?

  4. pernerin

    einfach da sein – in der Annäherung
    manchmal den Duft Gottes spüren
    manchmal sich daran erinnern können

    in der Einübung und dem Älterwerden ist es noch schöner geworden

  5. beisasse

    „man“ kommt wohl auf den gedanken, ja. dass es sich unterscheidet. denn man versteht schmerz als etwas fremdes. etwas, was von einem anderen mir zugefügt wird.

    das, was ich nicht will, ist das mir fremde. und das steht für den anderen, der jemand anderes ist als ich.

    freilich sprechen wir nur von meiner kleinen konkreten biographie.

  6. marion

    ok.
    du bist verletzt.
    und ich habe durch meine worte daran gerührt.

    in meinen augen ist von hier an
    die grenze der abstrakten kommunikation
    erreicht.

    ich ziehe mich in meiner gesinnung zurück.

  7. beisasse

    nun – schmerz ist ein extremes symbol für die vermutung, dass es ein DU überhaupt gibt. die frage, ob wir uns überhaupt verstanden haben (haben wir?) ist ein etwas einfacheres beispiel :-)

    wäre ich nicht wirklich vom UMFASSENDEN SELBST getrennt, frage ich mich, warum es brüche gibt. ist die antwort etwa: weil mein kleines ich nicht bereit ist, sich auf den WEG einzulassen?

  8. klanggebet

    ich weiss gar nicht ob ich euch gerade recht verstehe. ist es nicht so dass die christen annehmen es gebe eine trennung – und sie nennen die trennung sünde? und dass die esoteriker wiederum immer von der „illusion der trennung“ sprechen? ich frage mich ob das am ende so wichtig ist. der esoteriker, der ein erwachen aus dieser illusion will, unterscheidet sich doch auch nicht gravierend von dem christen, der in der kontemplation diese trennung überwinden will. will man begegnung oder verschmelzung? nun, irgendwie scheint es mir, dass sowohl den christlichen mystikern als auch den spirituellen das „du“ im sinne eines personalen gegenübers verloren geht, ebenso wie ihnen das ich als personale substanz verloren zu gehen scheint…..es nützt doch aber gar nichts, dies oder jenes zu glauben, weil am ende nur das zählt was ich eben erfahre. und wenn ich eine begegnung mit einem du erfahre, dann ist das doch legitim. oder nicht?

  9. Markus

    Schmerz gibt es nur in Mir-Selber, egal woher. Ich bin der einzige Wahrnehmer meines Schmerzes.

    Aber das Ich ist eine Erfindung esoterisch-spiritueller Menschen, damit sie was zum Überwinden haben. So wie das Selbst ihre Erfindung ist, damit sie was zum Erreichen haben. Die vielleicht größte Illusion von allen.

    So bleibt am Ende, nach Rauskürzen von Ich und Selbst: nur Wahrnehmen.

  10. Markus

    esse est percipere, solange mit dem percipere nicht das personale Wahrnehmen gemeint ist, das wär ja wieder an ein Ich gebunden; und solange esse nicht versteckt das Selbst meint.

  11. beisasse

    schmerz ist keine täuschung. aber es hat nicht die dramatische bedeutung, die man ihm beimisst. – was ist das, was unangenehm ist? was ist das, was mich festhalten lässt an der wahrnehmung von leiden? nur der widerstand dagegen?

  12. Markus

    Es ist ABSOLUT NICHT feinstofflich gemeint. Um mich verständlich zu machen: Ich bestreite überhaupt nichts, Kausalkörper usw. – von mir aus. So what’s the bloody point? The point is: It’s irrelevant.

    Genau hinschauen, noch genauer: Es GIBT gar kein Ego zum Aufgeben, das ist der Clou. Wie schon Karl Lagerfeld sagt: Das Ego ist eine Erfindung der Buddhisten, damit sie was zum Meditieren haben.

    Das ist natürlich ein wenig ein Witz, aber doch nicht ganz. Das Ego ist nur ein Wort, um über bestimmte Sachverhalte zu KOMMUNIZIEREN. Aber es existiert kein Ego. There is no such thing.

    Und das Selbst, im Sinne von: Wahrem Selbst, Wesen, Wesensnatur, Buddhanatur, Atman, Gott u.dgl. – ebenso wenig existent.

    Zusammengefasst:

    1. Alles Empfundene ist in mir und nur in mir.
    2. So etwas wie „mir“ existiert aber gar nicht.
    3. Mithin: Dilemma – aber für wen? Na? FÜR WEN??? Antwort? Die Antwort lohnt sich, ich behaupte: Es ist fast die einzige Antwort, die sich lohnt.

    Der beisasse fragt:
    „was ist das, was unangenehm ist? was ist das, was mich festhalten lässt an der wahrnehmung von leiden? nur der widerstand dagegen?“

    Antwort? Na?

    Antwort: „mir“. Ich weiß: Folgefrage „Warum?“ Indes: Irrelevant. „Warum“ ist eine Frage, die von „mir“ gestellt wird. Siehst du den Zirkel?

  13. klanggebet

    @markus: so wahr das sein mag – so wie du es sagst klingt es auf eine weise satt, die mich abstößt. (das soll keine bewertung sein sondern nur eine feststellung über meine wahrnehmung).

    was ego und selbst und das ganze andere betrifft, ja das sind konventionen damit man sich überhaupt noch unterhalten kann. sie sind auch beliebig austauschbar.

    irrelevant ist für mich übrigens etwas anderes als gleichgültig – bei dem was ich hier gerade von dir lese, fühlt es sich aber gleichgültig an.

    der zirkel ist für mich in dem sinne eben nicht zu durchbrechen, selbst nicht in transpersonalen erfahrungen, weil selbst diese noch in einem körper, in einem erdenleben gemacht werden. das heisst es bleibt immer ein restzweifel. für den ich im übrigen dankbar bin.

    (ich schätze deine ergüsse im web übrigens sehr, nicht dass hier ein falscher eindruck entsteht)

  14. Markus

    Transpersonale Erfahrungen sind tatsächlich irrelevant. Damit durchbricht man nicht diesen Zirkel. Im Gegenteil: Sie sind geeignet, dich noch tiefer zu verstricken. Überall nur noch Unbewusstes, Überbewusstes, Energie, Karma usw.

    Der Witz ist: Karma usw. sind nicht zu bestreiten, transpersonale Erfahrungen usw. – nichts zu bestreiten, alles möglich, alles erlebbar. Aber, Donnerwetter, irrelevant. Und, ja, das bedeutet im Grund so viel wie: gleichgültig. Oder: gleich gültig. Nichts wegnehmen, nichts hinzufügen.

    Du machst transpersonale Erfahrungen im Trans deiner selbst; ich möchte keine missen. Dann kehrt dein Bewusstsein zurück in seine Alltagsgrenzen und geht mit ihnen um. Im Umgehen damit sind sie NICHT MEHR transpersonal, sondern egohaft. Das ist doch der Punkt, nicht. Was auch immer du erfährst, sobald es vergangen ist und deine Erinnerung sich erinnert, ist es irrelevant. Zen spricht in dem Zusammenhang von der Krankheit des Zen. Das ist das mitunter sehr subtile Anhaften an Erleuchtungserfahrungen. Ich weise hin auf das Koan von Hyakujo und dem Fuchs…

    Wenn du deine Aufmerksamkeit verlierst, such sie nicht, sonst verlierst du noch mehr.

    Zweifel oder Restzweifel oder nicht – wo ist der Unterschied?

  15. klanggebet

    lieber markus,

    also zunächst mal muss ich einer irritation ausdruck verleihen die mich bei deinen texten immer überkommt. dass du immer sagst „es ist so“, aber nie „ich glaube“, „ich meine“, oder „es scheint“, das stösst bei mir auf beachtlichen widerstand. denn: für gewöhnlich glaube ich nicht an die, die ES wissen. ich glaube an erleuchtungserfahrungen für alle – ja! aber ich glaube nicht an die erschöpfliche SCHAU des seins in diesem leben, in diesem körper, auf dieser erde. zu diesem zeitpunkt meines lebens wenigstens.

    solltest du eine gegenteilige erfahrung gemacht haben, möchte ich die dir keineswegs absprechen! ich kann meinesteils nur solches eben nicht in die diskussion bringen :)

    zu den anderen punkten würde ich mich mal so mit einer antwort versuchen:

    ja ich kenne den hinweis auf die krankheit des zen, das anhaften an erleuchtungserfahrungen. ich kenne auch das elitäre denken das oft auf mystischen wegen munkelt, nicht nur im zen, in vielen schulen, dieses „die-eine-erleuchtung-ist-aber-echter-als-die-andere“ und das dazu führt dass der zenschüler auf den christozentriker herabschaut und der christozentriker auf den schamanen. geschenkt. nehmen wir also an, alle transpersonalen erfahrungen sind irgendwie gleich, und gleich gefährlich was die verstrickung betrifft- nur: woher kommt nun die annahme der verstrickung? die ist doch auch schon ein urteil, eine vokabel die sich nahtlos neben ego und selbst und abtötung und ähnliches einfügt.

    diese hierarchie von da ist ego darüber ist bewusstsein dann ist da die transpersonale bewusstseinserfahrung aber erst darüber oder dahinter oder sonst wo ist das sein – wer behauptet denn das? zu sagen „da ist nur sein“, oder „da ist nur wahrnehmung“ oder „da ist nichts“, das ist ja auch konvention.

    das haben ja leute so festgelegt die vielleicht den ganzen tag kontemplieren oder meditieren, aber die eben auch einen körper, ein gehirn und eine dreckige spüle haben…….die sehen müssen dass sie ihre erfahrungen und ihre wahrnehmung auch auf eine weise in ihr alltagsbewusstsein integrieren dass sie nicht durchschüsseln.

    ob zweifel oder nicht ist für mich daher folgender unterschied: wenn ich glaube, alles wissen, erfahren und schauen zu können,ist die gefahr gross dass ich etwas das ich WEISS für etwas halte was ich SCHAUE. oder etwas was ich denke für etwas das ich erfuhr. (und das soll auch nicht das eine gegen das andere ausspiele weil ich meine, dass erleuchtungen in alles sickern, ins erfahren, schauen, wissen und tun). mein zweifel, restzweifel oder sonst was ist für mich anerkennung der grenzenlosigkeit des seins. im grunde ist mein zweifel nur anerkennung des umstandes dass ich nur eine „spielart“ des lebens bin. vermutlich könnte ich diese anerkennung auch ohne zweifel, einfach in der gewissheit haben. offenbar gehört zweifel aber eben zu meiner spielart ;).

  16. beisasse

    da ich übers wochenende wegfahre, dürft ihr euch gerne in meinem kellion ausbreiten. es sollte sowieso mal ausgebaut werden.

    wenn ich wieder da bin klinke ich mich gerne wieder ein.

    nur soviel:

    am hilfreichsten für mich ist die einsicht, dass es keine bedeutung hat.

    ich habe gar nicht so den zug, zu „wissen“ wie es nun ist. ich möchte wahrscheinlich nur dass alles einfach ist.

    ich kann emotionen nicht so gut aushalten. ich kann irrationale gedanken-geschichten, die angst verursachen, nicht aushalten. vielleicht sollte ich mir einen fernseher anschaffen.

    wenn schmerz auftritt, ist das fatalste wahrscheinlich der versuch, ihn kontrollieren zu wollen.

  17. inge

    ah, da will ich es „mir“ übers wochende auch im kellion gemütlich machen!
    „ich“ habe die diskussion interessiert verfolgt und mit spannung die antwort von markus auf yotins lückentext erwartet und war mir sicher die antworte wäre: „ich selbst“.

    nun bin ich verwirrt markus. habe ich all deine texte bisher nicht verstanden?

  18. klanggebet

    Bis der liebe Markus wieder da ist, schmeisse ich einfach mal einen Platzhalter in den Raum. Da das „Ich“ genauso ein Konstrukt ist wie das „Selbst“, wäre es ja fatal, das was man früher über „Gott“ annahm, ins „Selbst“ zu verschieben. Man hätte das Sein nur wieder in ein weiteres Förmchen gepresst, und Gott von drüben nach hüben.
    Aber möge er selbst sprechen. :)

  19. Markus

    Liebe Inge!

    Ich glaube, der Lückentext ist vollständig. „Dieser Gott ist niemand anders als“ – ist vollständig.

    Ich weiß nicht, ob meine Texte zu verstehen oder nicht zu verstehen sind. Ich glaube, sie entstammen recht unmittelbaren Impulsen, sind nicht immer zusammenhängend, sind rücksichtslos usw. Aber es sind doch nur Wörter. Ich halte viel von der Kraft von Wörtern, ich arbeite ja beruflich mit ihnen. Aber ich halte wenig von ihrem Inhalt. Ihre Kraft entfalten sie (wenn sie es denn mal tun), glaub ich, auf einer anderen Ebene. Wenn sie irgendwas auslösen – was aber der Hörende/Lesende selbst damit verbindet. Es ist nicht in den Wörtern. In den Wörtern ist gar nichts, es sind nur Geräusche bzw. dunkle Striche auf hellem Grund, auch Buchstaben genannt.

    Deshalb wäre es natürlich genauso möglich, des beisassen Lückentext mit „ich selbst“ zu ergänzen. Aber was heißt das schon? Was heißt das? Wer ist das: ich selbst?

    Ich bin ziemlich überzeugt: An der Antwort auf diese Frage hängt das ganze Glück. Ich hab wirklich viel ausprobiert, als esoterisch-spiritueller Mensch, aber am Ende war’s immer wieder ganz einfach.

    Wer bin ich? Ich hätte kaum geglaubt, wie schwierig die Antwort ist und zugleich wie einfach. Natürlich (s.o.) ist die Antwort kein Wort, sondern eine Erfahrung.

  20. Markus

    @ beisasse

    Nachdem ich nun völlig von deinem Thema abgeschweift bin (sorry), möcht ich doch vielleicht nochmal drauf zurückkommen und eine halbwegs sinnvolle Antwort auf deine Frage versuchen:

    „was ist das, was mich festhalten lässt an der wahrnehmung von leiden?“

    Die Angst des Ego vor dem Glück. Denn das Ego weiß: Glück beginnt, wo das Ego endet.

  21. klanggebet

    die erfahrung ist unaussprechlich und deswegen ist alles was über sie gesagt wird, mehr unwahr als wahr. aber auch die unwahrheit eines wortes sagt etwas. manchmal, und da spreche ich jetzt nur für mich, schwingt in einem wort, weil es so ohnmächtig ist, die ganze not mit angesichts der grösse des unaussprechlichen. dann sagt dieses wort in der tat etwas. es sagt etwas durch die auslassung und dadurch dass es sich hörbar den kopf an seiner eigenen grenze eingeschlagen hat.

    @yotin: ich glaube, das suchen wir doch alle. die einfachheit, und die abwesenheit von schmerz. überhaupt die abwesenheit von dramatischem gefühl (gut manch einer sucht auch das dramatische gefühl, weil er sich ohne nicht lebendig fühlt – das wäre dann auch ein festhalten des „ego“ oder des „schmerzkörpers“ an dem was man so vermeintlich für sich selbst hält).

    manch einer muss aber auf dem weg zur einfachheit erst mal die kompliziertesten welten durchschreiten. mir sind heute manche dinge einfach. aber nur weil ich mir jahrelang an ihnen das gehirn verrenkt oder unter ihnen gelitten habe. ich weiss nicht ob ich ohne diesen „umweg“ die einfachheit darin gefunden hätte.

    so wie ich annehmen muss dass du markus, auf dem weg des dinge-für-relevant-haltens zu dem schluss gekommen bist, dass sie irrelevant sind.

    deswegen finde ich das was marion hier mal kommentierte so richtig: dass jeder seine zeit hat. dass alles irgendwie nach seiner perfekten zeit passiert. oder um mal einen armen unbeteiligten adorno posthum umzudrehen: es gibt kein falsches leben im richtigen.

  22. inge

    Lieber Markus,
    ja so kann man es natürlich auch sagen. Und ja, ich finde auch dass der Satz, so wie er oben steht vollständig ist (hätte aber von Dir glasklar als Antwort „ich selbst“ erwartet!).

    „Aber es sind doch nur Wörter. Ich halte viel von der Kraft von Wörtern, ich arbeite ja beruflich mit ihnen. Aber ich halte wenig von ihrem Inhalt. Ihre Kraft entfalten sie (wenn sie es denn mal tun), glaub ich, auf einer anderen Ebene. Wenn sie irgendwas auslösen – was aber der Hörende/Lesende selbst damit verbindet. Es ist nicht in den Wörtern. In den Wörtern ist gar nichts, es sind nur Geräusche“

    SUPER, ja genau! so isses. Willst Du nicht mal ein Stück über Ludwig Wittgenstein machen? Hierfür buche ich bereits jetzt verbindlich eine Karte für die Aufführung.

    „Ich bin ziemlich überzeugt: An der Antwort auf diese Frage hängt das ganze Glück. “ — Ja wirklich?

  23. marion

    meine letzten worte hierzu sind:

    danke an jeden einzelnen

    für die lernerfahrungen
    die mir
    im rahmen dieses beitrags
    beschert worden sind.

  24. Markus

    Wittgenstein! Ja, das wär mal interessant! Aber wer außer dir schaut sich sowas dann an, Inge?

    Und: Ja, ich glaub tatsächlich, dass das Glück, das wirkliche, an der Antwort hängt. Das Glück, das darin besteht, frei zu sein. Das Glück, das im Wohlfühlen besteht, ist nicht das wirkliche Glück, es kommt und geht. Das wirkliche Glück ist unabhängig von Wohlgefühl und Scheißgefühl.

  25. pernerin

    Die Andeutung einer Antwort (auf die Leerstelle) war meines Erachtens vor dem letzten Satz

    Zitat:
    Morgen schon bist du jemand anderes.
    “Sie gehen von einer Kraft zur anderen, dann schauen sie den wahren Gott in Zion.”

    Morgen bin ich – ich+ und jemand anderes –
    und Gott ist für mich eine > Kraft< und wieder eine Kraft. Eine Korrespondenz und wieder eine Divergenz – sowohl bei mir als auch bei Gott als auch zwischen Gott und mir ( und dem Du natürlich) – in intimer Nähe und unendlicher Distanz –

    Aber was bedeutet das:
    Etwas im Geist Ordnen – Begreifen und wieder Entlassen.
    Ebenso geschieht das mit dem Gebrauch von Worten für alles , was macht.
    Ebenso geschieht das mit erleuchtenden Erfahrungen: mal prägen sie die Erinnerung / Gegenwart . Mal verblassen sie – wie nichts.
    Wer kann das „dirigieren“?

    Leben ist mehr – wie das Atmen durchfließt mich alles, was auf mich zukommt. Wo Brüche / Knicke sind, da kommt der Schmerz . Wie bei einem Gartenschlauch, den man knickt oder der durch einen Stein geknickt wird. Da staut sich das Wasser. Und dann : Au!!

    Die Frage: Welche Möglichkeiten habe ich innerhalb meiner Gegebenheiten an Erkenntnis, Weisheit — Trost und Beistand ( gemeint: Dinge von „Außen“) und letztendlich dem “ DANN“ aus obigem Zitat.

    Ich bin eine einfache Frau im Denken:
    Mir hilft beim Aushalten dieser Spannung:
    Ich bin Mitarbeiterin Gottes auf der Erde , ich bin Mitschöpferin als Ebenbild. Und mir sind Grenzen gesetzt (Psalm 104,9) .

    Ich weiß oft nicht, wenn ich im Schmerz „stehe“, wann er „geht“ + wann ich ihn gehen lassen kann.
    Aber ich weiß mit zunehmendem Alter ( ich bin 66 Jahre alt) daß das Schmerzhafte oder DANN ein Ende hat, haben wird.
    Dann fließt wieder die Kraft von einem Tag zum anderen in das Meer der Liebe ( DANN , Leerstelle) – Perni

  26. beisasse

    liebe freundinnen und freunde, danke für eure kommentare. und auch noch einmal: herzlich willkommen, perni!

    das wochenende war wohl etwas länger …

    mal schauen, ob die verrenkungen hier zu einer einfachheit finden. so lange man sich bemüht und „sucht“, ist es nicht ganz hoffnungslos. allerdings ist frieden am schönsten, wenn man aufhört. zu suchen. wenn man aufhört zu suchen.

    andere wörter für „glück“? vorschläge?

  27. klanggebet

    mein lieblingalternativwort für glück ist „heimat“.

    willkommen zurück lieber yotin und sag mir bescheid wenn du die einfachheit gefunden hast, dann nehm ich ein stück vom kuchen ;)

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