wie schreibt man einen un-evangelikalen inklusiven worship-song-hit?

Und dann habe ich nach 20 Jahren Abstinenz doch mal wieder Lieder aus dem Worship Genre singen lassen. Man kann da sofort mitmachen (selbst mit meinem peinlichen Gitarrenstil). Ist halt catchy und cool. Was wir da inhaltlich singen, ist denen ja ziemlich egal. Für mich gab es allerdings sprachliche Fremdheitserfahrungen, und ich hab hier und da mal ein Wort verändert.

Die Tage drauf dann Fragen in meinem Kopf gehabt. Die ganze Zeit so: Was ist das, was diese Lieder so catchy sein lässt? Würde das mit anderer Sprache funktionieren? Wie würde man einen un-evangelikalen queer-welcoming Worship-Song-Hit schreiben?

Entdeckte heute Anfragen dann auch hier: Link bzw. Link (Merci, Daniel!) Aber fragte mich am Schluss wieder: Wie hört sich denn dann ein ehrliches Lied an, das unperfekt ist?

Bei Facebook unter dem Post dann einen Link zu Nathan Grieser gefunden (Merci, Benjamin!). Gleich beim ersten Track, den ich hörte („Together„), hatte ich einen ersten Anhaltspunkt gefunden:

Wie es verschiedene Gruppen (brother, sister, rival) aufruft, mit zu singen, durchbricht es das typische intime Zweiersetting (überirdischer Jesus-Boyfriend und lyrisches Popballaden-Ich). Bäm! Aha, ja – fühlt sich schon ganz anders an. Und dann diese grandiose Zeile: „Difference is the place where God is found.“

Werde diesen Song (und ich sehe ihn keineswegs als Worship-Song) jetzt mal überall ausprobieren, wo ich Musik mache. Dann sehen wir weiter.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s